Heimfinden.

Spürst Du eine Sehnsucht nach Verbindung, mit Dir selbst, mit der Natur? Wünschst Du Dir, wieder mehr in Deinen Körper zu kommen? Bist du ein spiritueller Mensch und neugierig auf den keltischen Jahreskreis?  Möchtest Du (wieder) mehr über die Göttin erfahren, deren Existenz unsere Vorfahr:innen als selbstverständlich empfanden?

Wir SIND Teil der Natur.

Spürst Du eine Trauer darüber, dass wir uns von der Natur entfernt haben? Wie wir uns von dieser abgeschnitten fühlen? Diese Trennung ist nur eine Illusion. Wir SIND Natur. Wir können wieder zum Gefühl der Einheit zurückfinden. Zur Mutter Erde, zu uns Selbst. Ein Weg dahin kann es sein, sich den Jahreszeiten (wieder) zu öffnen, (zurück) zu einer zyklischen Lebensweise zu kommen, die viel "artgerechter" ist, als die Lebensweise, die uns die Gesellschaft mit ihrer Linearität vorgibt.


Was bedeutet es, mit dem Jahreskreis zu leben?


Was sagt Dir der Frühling, wenn alles beginnt zu sprießen, wenn die Tage länger werden, alles erwacht? Bedeutet das, dass die Frühjahrsmüdigkeit kommt? Oder fühlst Du Dich zu Neubeginn inspiriert?

Was sagt Dir der Sommer, wenn die Sonne brennt und das Wasser lockt? Bedeutet das, dass Du dringend einen Urlaub brauchst? Oder fühlst Du Dich lebendig und kraftvoll wie nie?
Was sagt Dir der Herbst, wenn alle Tiere sich auf die kalte Zeit vorbereiten und Vorräte sammeln, die Bäume die Kraft des Sommers aus den Blättern ziehen und diese loslassen? Bedeutet das, dass wir neue Projekte beginnen sollen? Oder möchtest Du lieber zur Ruhe kommen, Deine "Ernte" einholen und das, was Du nicht mehr brauchst, loslassen?
Was sagt Dir der stille Winter, wenn die Natur ruht? Bedeutet das, dass Du neue Vorsätze finden musst? Oder würdest Du Dich lieber mit einem Buch zurückziehen und Dich ein-igeln, um Kraft zu sparen? 

Was sagt Dir Mutter Erde, wie spricht sie zu Dir?


Imbolc (Lichtmess) 

Das keltische Neujahr beginnt Anfang Februar, wenn der Frühling langsam erwacht, die Luft erstmals wieder nach Veränderung riecht.
Imbolc ist, wenn die Natur im Bauch der Erde (Imbolc = altir. "im Bauch", gemeint sind die trächtigen Mutterschafe) langsam wieder erwacht, und die ersten Schneeglöckchen ihre Triebe durch den Schnee schieben.
An Imbolc feiern wir die neu erwachende Inspiration, den Funken, der nach dem langen Winter wieder in uns zu glimmen beginnt, die wiederkehrende Lebenskraft. Diese Kraft finden wir im Archetyp der Göttin "Junges Mädchen" (Maiden) wieder: das neugierige, verspielte, mutige, innere Kind in uns, das im Jetzt lebt und auf ihrem Einhorn durch die Welt reitet!

Zeit: Um den 1. Februar
Element: Feuer
Farbe: Weiß
Himmelsrichtung: Nordosten
Symbole: Lamm, Schneeglöckchen, Einhorn

Ostara (Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche)

Wenn Tag und Nacht nach dem Winter, in dem die dunklen Stunden dominieren, wieder gleich lang sind, spricht man von der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche: Eine kurze Zeit der Balance, bevor das Licht stetig zunimmt und dann an Mittsommer den Höhepunkt erreicht.

Zur Ostarazeit erfreuen wir uns am duftenden Frühling, den ersten warmen Tagen, dem Ergrünen der Welt: Die Göttin breitet Ihren Mantel wieder über die Erde aus! Aus dem Funken, der an Imbolc entzündet wurde, ist nun eine stetig brennende Flamme geworden, ein Frühlingsfeuer, das Dir frische Kraft und Energie schenkt. Ein guter Zeitpunkt, mit neuen Projekten und Vorhaben zu starten. Und alles, was Du nicht mehr brauchst, kannst Du dem Feuer anvertrauen. Das Symbol dieser Zeit ist der Phönix, der immer wieder neu aus der Asche wiedergeboren wird.

Zeit: Um den 21.März
Element: Feuer
Farbe: Grün
Himmelsrichtung: Osten
Symbole: Phönix, Hase, Biene, Ei

Beltane (Walpurgis)

In der Nacht vom 30.April zum 1.Mai werden noch heute Maifeuer entzündet, Walpurgis gefeiert und am 1.Mai vielerorts traditionell der Maibaum ausgetanzt! Der Stamm und die roten Bänder stehen für das Männliche, der Kranz und die weißen Bänder für  das Weibliche. 

Alles blüht, summt, tanzt - Beltane steht für Lebensfreude, Liebe, Fruchtbarkeit, Leidenschaft - aber auch für Selbstliebe!  

In diese Zeit fällt der Wechsel des vorherrschenden Elements von Feuer zu Wasser. Wasser steht für Gefühle, Liebe und Lebenskraft. 

Diese Kraft erkennen wir wieder im Archetyp der Göttin "die Liebende" (Lover): die selbstbewusste, leidenschaftliche und lebensfrohe Frau, die sich ihres Körpers bewusst ist und diesen feiert.

Zeit: Um den 1.Mai
Element: Wasser
Farbe: Rot
Himmelsrichtung: Südosten
Symbole: Rose, Schlange

Litha (Sommersonnenwende)

Nach dem Tag der Sommersonnenwende werden die Tage wieder kürzer: Der Höhepunkt des Lichts und der Sonne will gefeiert werden! Rund um Mittsommer gibt es bis heute viele alte Bräuche wie z.B. das Johannisfeuer, Tanz & Musik, und oftmals spielen Blumen als Symbol für Fruchtbarkeit und Liebe eine besondere Rolle. 
Litha steht ganz im Zeichen des Wassers, die sprudelnde Quelle des Lebens! Wilde Flüsse, sanfte Seen, Regen, Tränen, das unendliche Blau des Meeres. Was kann und darf in Dir fließen? Was kannst Du loslassen, was darf Dir das reinigende Wasser  abnehmen?
An Litha geht der Archetyp der "Liebenden" in den der "Mutter" über: Die Liebe der Göttin ist unendlich und tief, wie das Meer:  

"Mother Sea" hält Dich in Ihren Armen, wiegt Dich, und Deine Tränen dürfen fließen. 

Zeit: Um den 21.Juni
Element: Wasser
Farbe: Blau
Himmelsrichtung: Süden
Symbole: Muscheln, Selkie (keltische Sagenfigur: an Land Frau, im Wasser Seehund)

Lammas (Erste Ernte)

Anfang August feiern wir Lammas. Noch steht der Sommer in seiner vollen Kraft - doch bald neigt er sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Der Fokus richtet sich nun auf die Erde, das neu vorherrschende Element: Die Kelten nannten das Fest auch die erste Ernte. Die Farben von Lammas sind ist das satte Goldgelb der Felder, das dunkle Grün der Wälder und das strahlende Blau des Himmels.
Zu Lammas ist die Energie ruhig, kraftvoll und erdend. Der passende Archetyp der Göttin ist die Mutter (Mother), die uns nährt und bedingungslos liebt. Ihr Symbol ist die sanfte und zugleich starke Mutterkuh.
Zu Lammas kannst Du noch einmal durchatmen, die Sonne auf Deiner Haut und die warme Erde unter Deinen Füßen genießen, bevor der Herbst mit neuen Aufgaben ins Land geht.

Zeit: Um den 1. August
Element: Erde
Farbe: Gelb
Himmelsrichtung: Südwesten
Symbole: Sonnenblume, Schmetterling, Kuh

Mabon (Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche)

Die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche ist eine Zeit der Balance: Tag und Nacht sind gleich lang, danach "kippt" die Waage in Richtung Dunkelheit und die Tage werden wieder kürzer. Die Herausforderung, vor der wir mental stehen, ist die, von der Extrovertiertheit und Offenheit, Freigebigkeit des Sommers in die ruhigere, zweite Jahreshälfte einzutreten. Es geht darum, die Energie wieder zu sich selbst zurückzuziehen, um Kraft für die dunkle Zeit einzulagern - wie die Natur das tut. Die Feldfrüchte werden reif, die Ernte wird eingefahren, Tiere beginnen, langsam für den Winter vorzusorgen. Was kannst Du persönlich für Dich ernten, wofür bist Du dankbar? Was willst Du bewahren, und was brauchst Du nicht mehr? Welche Samen setzt du vielleicht schon für den Frühling?
Der Archetyp der Göttin an Mabon ist die Königin: Sie ist die reife Frau, die in Balance mit sich selbst ist, Lebenserfahrung hat und für sich selbst einsteht, mit beiden Beinen fest verankert in Mutter Erde.

Zeit: Um den 21. September
Element: Erde
Farbe: Braun
Himmelsrichtung: Westen
Symbole: Kristalle, Feldfrüchte, Drache

Samhain (Halloween)

Eines der wohl bekanntesten Jahresfeste ist Samhain. Der Fokus auf die gruseligen Geschöpfe der Nacht, Gespenster und Kürbisse kommt nicht von ungefähr: Die Kürbisse stehen für die letzte Ernte im Herbst, die, wie die erste (Lammas) und zweite (Mabon) für die Kelten von Bedeutung war. Wenn die letzte Ernte eingefahren ist, fegt man vor der Tür und schließt sie: Der (Hexen-) Besen als uraltes Symbol ist immer noch gegenwärtig.  Nach der Geschäftigkeit des Spätsommers und Herbstes steht nun die Zeit der Stille bevor. Gibst Du Dir selbst diese Ruhe? Was kannst Du loslassen? 

Nebelschwaden, blattlose Bäume, die einsetzende Kälte - die Natur scheint zu sterben, zumindest einzuschlafen. In dieser Zeit der Vergänglichkeit unserer Verstorbenen und Ahn:innen zu gedenken, liegt nahe. Der Archetyp der Göttin ist entsprechend "die Greisin", die weise Alte (Crone). Das neu vorherrschende Element ist die Luft, der Atem, der Windhauch, der Schleier wzischen den Welten, der in dieser Zeit dünn ist. 


Zeit: Um den 31. Oktorber
Element: Luft
Farbe: Schwarz
Himmelsrichtung: Nordwesten
Symbole: Greisin, Kürbis, Krähe/Rabe, weißer Wolf

Yule (Wintersonnenwende)

Mitten in der dunkelsten Nacht des Winters wird die Sonne wiedergeboren. Nicht ohne Grund haben die Christen die Geburt Jesu auf diese Zeit gelegt - die Wintersonnenwende wird seit jeher gefeiert.
Yule verbinden die meisten mit Kerzenschein, gutem Essen und gemütlicher Geselligkeit in der Familie. Es ist die Zeit des Geschichtenerzählens, des Weitergebens von Weisheit, aber auch der Geruhsamkeit. Die Natur ruht, die Welt scheint zu schlafen, genährt von den Kräften, die im Sommer und Herbst gesammelt wurden. Geduldig wartet sie auf das Frühjahr, wo sie wieder zu neuem Leben erweckt wird.
Das Element der Luft schenkt Dir Klarheit und Stille. Was kannst Du darin für Dich finden? Innehalten, atmen, einfach nur sein. Der Winter ist die Zeit der Ruhe, innerlich wie äußerlich.
Die Greisin kann für Deine Ahn:innen stehen, mit denen Du in der Stille in Kontakt treten kannst.

Zeit: Um den 21. Dezember
Element: Luft
Farbe: Flieder
Himmelsrichtung: Norden
Symbole: Schwan, Schneeflocke, Bergkristall